nach fast 5 Jahren ist mein Projekt ziemlich weit Fortgeschritten. Ich habe für den 8/32 bj. 1923 mit 2 Liter Motor der lt. Datenblatt 2400 Umdrehungen macht, ein SAE 50 Öl genommen. Da es hier eine Anzeige gibt ist die Füllmenge nicht schwierig.
Beim Getriebe sieht es schon anders aus, da hatte ich ein SAE 90 das läuft aber überall raus. Ich weiß leider auch nicht wie viel und was da rein kommt? Habe gehört man kann auch ein Fließfett dafür nehmen? Und zu Letzt, die Hinterachse, auch hier habe ich keine Idee was und wieviel reinkommt. Ist eine Achse wie beim Stoewer wenn das hilft. Bräuchte hier eure Hilfe. Danke
Ich kann dem Beitrag zwar nicht entnehmen um welchen fahrzeugtyp es sich handelt, aber in den 20er Jahren wurden oft Fließfett-ähnliche Schmierstoffe für Getriebe und Hinterachse verwendet. SAE 80 Öl ist dann viel zu dünn, zumal es oft keine richtige Abdichtung gab.
Man kann ja mit einem 140er Getriebeöl anfangen. Wenn das noch zu dünn ist nimmt man 600er - wie bei den Vorkriegs-Ford.
Motor 20/50 bei Kurbeln. Ist Elektrische Anlasser bereits dabei 40 oder 50 Getriebe 90 alternativ 140. 90 ist besser aber wenn’s nicht dicht. Auch 240 Öl ist immer noch besser als Fliessfett.Alles was eine Ablassschraube hat sollte Öl bekommen. Fliessfett in Lenkgetriebe … Hinterachse 140 oder 240 Die Menge ist bis Einfüllschraube . Der Überlauf ist/war meistes der Max Wert. Gruß Klaudius
danke für die Antwort, kann ich was mit Anfangen. Hast auch eine Idee wieviel man ins Getriebe gibt? Da ist der Deckel zum Einfüllen an der höchsten Stelle das wäre denke ich zu viel.
Für solche Fälle würde ich die Bücher: Der moderne Kraftwagen, sein Bau und Betrieb, seine Pflege und Reparaturen. Ein Handbuch für Ingenieure, Monteure, Selbstfahrer und Berufsfahrer. Gemeinhin als " Der "Kraftwagen Peter" bekannt empfehlen. Viele Auflagen bis in die 60er Jahre. Hier ein link zu einer 5.Ausgabe von 1929: https://www.zvab.com/moderne-Kraftwagen-.../32153695587/bd Ich würde versuchen noch eine Ältere zu finden. Das klärt viele Fragen. Gute Fahrt VD12
Die Max Menge bezog sich auf die Hinterachse…Getriebe sollte ( kenne dein Wagen nicht) eine Kontrollschraube haben. Mein Salmson ( 1924 ) hat solche. Das macht die Sache einfach. Wenn nicht sollte die höchst gelegene Zahnrad mit ganzen unteren Zaken im Öl liegen. Hoffe du verstehst was ich meine. Dabei ist die Getriebe bereits mit Öl komplett benetzt- durchgelaufen. Da hilft auch eine kleine Kamera von zB. Lidl. Den Wagen um Kurz anfahren und dann kontrollieren. Ist umständlich aber einmal ermittelt hilfreich. Grüß Klaudius
danke für den Tipp. Ich habe jetzt Peter "Der Kraftwagen" Fahrzeugtechnik 1921 und von 1923 gefunden. Ich weiß ja nicht ob hier zufällig auch Hersteller enthalten sind. Habe den Besitzer mal angeschrieben ob er netterweise reinschauen kann.
Diese Bücher gehen nicht auf jedes Fahrzeug ein aber sie geben die allgemeinen Grundlagen die das Verständnis für diese Konstruktionen erleichtern. Dieses Verständnis kann man dann auf sein spezielles Fahrzeug umlegen. Es gibt eine österreichische Reihe "Ohne Chauffeur" von Filius die auf den Selbstfahrer zugeschnitten ist. Die Bücher erklären die Funktion der einzelnen Teile und geben Reparaturtips bei Defekten auf der Strasse. Auch da gibts etliche Auflagen aber die in den 20 erJahre erschienen sind helfen weiter. Die Bücher sind in einem kleineren Format damit man sie leicht mitnehmen und bei einem Defekt konsultieren kann. Vd 12
Hallo Markus , habe mal nachgelesen , was die damaligen Schmierstoffhersteller zu Deinem Thema sagten . Der " Gargoyle - Wegweiser " von 1926 empfiehlt Mobiloel C für Getriebe und Hinterachse der 1923er Selve - Modelle (für Stoewer ebenso) Das war die Empfehlung für ca. 90 % aller damaligen PKW - Getriebe , war also nichts besonderes . Der " Shell - Führer " rät zu einer Mischung aus Ambroleum ( Fließfett ) und dem jeweiligen Motorenoel im Verhältniss 1:1 , allerdings mit dem Hinweis , daß dann nicht soviel " herauskleckern " würde . Könnte man nicht versuchen , so ein Getriebe mit den heute zur Verfügung stehenden Mitteln ( O - Ringe , Wellendichtringe , Dirko ....) soweit abzudichten , daß ein Oel dann auch drinbleibt ? Ich behaupte , daß es sich auch leichter schalten läßt , als wenn die Zahnräder in einer zähen Pampe laufen . Du willst doch sicherlich mit dem Auto auch mal herumfahren , oder ?
Im Gardoyle Wegweiser von 1926 wurde Selve erwähnt das ist selten. Gibt es den irgendwo online ? Jetzt muß ich Fragen was war den Mobiloel C für ein Öl ? Viskosität wäre Intressant. Ich wollte am Getriebe erst mal keine Änderungen vornehmen da ich noch soviel andere Baustellen habe. ;-)
"was ist Mobiloel C aus den 1920er Jahren für ein Getriebeschmierstoff und mit welchem von heute kann er verglichen werden bzw. welcher heutige Schmiestoff entspricht diesem?"
hier seine Antwort:
" Mobiloel C (Gargoyle Mobiloil “C”) aus den 1920ern war ein schweres, dunkles, flüssiges Getriebeöl (kein Fett), gedacht für Getriebe, Differentiale/Achsantriebe und auch Schnecken-/Wurmgetriebe. In zeitgenössischen Texten wird es als „fluid lubricant“ beschrieben (also ein Öl, das sich auch bei Kälte noch verteilen soll), und es wurde z. B. beim Austin für das Differential empfohlen. trove.nla.gov.au
Eine spätere, aber sehr konkrete Einordnung aus der Oldtimer-Praxis nennt: „Gargoyle Mobiloil ‘C’ … corresponding to present day SAE 140“ (also entspricht heutigem SAE 140). Internet Archive
Heutiges Äquivalent / womit vergleichen?
Am besten triffst du es heute mit:
✅ SAE 140 Getriebeöl, mineralisch, API GL-1
SAE 140 ist die Viskositätsklasse (bei 100 °C etwa 23,74–<32,5 mm²/s). Anton Paar +1
API GL-1 steht für gerade (unlegierte) Mineral-Getriebeöle ohne EP-Additivpaket, geeignet für milde Bedingungen in Getrieben/Achsen (klassischer Oldtimer-Usecase). machinerylubrication.com +1
Praxis-Mapping: SAE 140 ≈ ISO VG 460 (wird so auch in Produkt-/Datenblatt-Kontexten angegeben). cglapps.chevron.com +1
Damit lautet die kurze Übersetzung:
Mobiloel C (1920er) ≈ heutiges mineralisches Getriebeöl SAE 140, API GL-1 (≈ ISO VG 460). Internet Archive +1
Wichtiger Hinweis (weil viele Oldtimer-Handbücher “C” sehr breit nennen)
In der gleichen Epoche wurden je nach Bauteil auch dünnere Mobil-Grade empfohlen (z. B. beim Austin: Mobiloil “BB” fürs Getriebe, Mobiloil “C” fürs Differential). trove.nla.gov.au
Wenn du also konkret ein Schaltgetriebe hast und es schaltet kalt sehr zäh, kann SAE 90 GL-1 je nach Herstellerempfehlung sinnvoller sein – aber das “C” selbst ist eben der schwere Grade (SAE 140). Internet Archive +1 "
Leider werden die Links zu den Quellen nicht mit kopiert (sind diese Kürzel am Ende der Absätze). Aber: vielleicht ein kleiner Ansatz, der Dir weiterhilft.....
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