Hallo an Euch, seit einigen Wochen kümmere ich mich um unsere historische Feuerwehr, Bj. 1927. Bin 65, gelernter Kfz Mechaniker und habe dieses Ehrenamt unserer Kleinstadt im Land Brandenburg gern übernommen. Das Fahrzeug wurde Anfang der 90er Jahre restauriert und fahrbereit gemacht, aber es gibt noch eine Menge Baustellen und ich würde es gern wieder weitgehend in den Originalzustand versetzen und dabei gleichzeitig die Einsatzfähigkeit erhalten. Es werden sich einige Fragen ergeben und ich hoffe, hier etwas Hilfestellung zu bekommen. Unter anderem bin ich gerade dabei, die Zündlichtmaschine instandzusetzen und hätte gerne eine Kopie des Handbuchs dazu, denn es geht unter anderem darum, zu erfahren, wieviel Öl in die dafür vorgesehene Öffnung eingefüllt werden soll, was auch für das Getriebe zwischen Nockenwellenantrieb und Lichtmaschine gilt. Würde mich über zielführende Antworten freuen, Viele Grüße, Micha
Evtl. können Dir hier in der Berliner Region die Polizeihistorische Sammlung (hier mit dem Bernd MAAß sprechen) oder das Feuerwehrmuseum in Berlin-Tegel weiterhelfen. Als drittes fällt mir noch Markus Neumann ( https://www.neumann-kfz-sv.de/ ) ein, dessen 1936er Mercedes Benz Löschfahrzeug im Feuerwehrmuseum steht.
Hallo Klaus, danke für die rasche Antwort! Den Herrn Neumann habe ich angeschrieben, mal schauen, ob er weiterhelfen kann.Das Feuerwehrmuseum hatte ich schon virtuell durchsucht, dort steht allerdings kein baugleiches Fahrzeug. Mit der Polizeihistorischen Sammlung werde ich auch Kontakt aufnehmen. Viele Grüße, Micha
Kennt jemand von Euch diesen Tachoanschluss? Wo könnte ich eine passende Tachowelle herbekommen? Hersteller des Tachos sind die DEUTA-Werke (später von VDO übernommen) Viele Grüße, Micha
Hallo an Euch, das Thema Tacho musste ich zurückstellen, da die Kraftstoffversorgung in den Vordergrund gerückt ist. Das Schwimmernadelventil klemmte und ach alle anderen Komponenten nicht wirklich dicht sind, mache ich jetzt hier weiter. Ein passendes Nadelventil für den Solex-Vergaser habe ich bekommen und hier scheint erstmal alles i.O. Den Benzinhahn habe ich auch dicht bekommen, war bloß erstaunt, dass der komplette Hahn aus eloxiertem Aluminium besteht. Er hat ein DRGM Siegel, ist also vor 1945 produziert. Kennt jemand die Herstellerfirma?
Hallo an Euch, noch eine Frage zur Kraftstoffversorgung: Nachdem jetzt sämtliche Leitungen dicht sind, bin ich wieder eine Runde gefahren. Nach etwa 5 Kilometern blieb der Motor stehen, so als ob der Benzinhahn geschlossen wurde. Beim Tupfen fiel mir auf, dass kein Sprit im Vergaser war. Nach dem Lösen der Kraftstoffleitung am Vergaser lief auch nichts nach. Nach dem Lösen der Glocke des Wassersacks begann der Kraftstoff sofort wieder kräftig nachzufließen! Hat sich vielleicht irgendwo eine Luftblase gebildet? Von einem der alten Fahrer hörte ich auch, dass es ratsam sei, den Tank immer möglichst voll zu haben. Auf der jetzigen Probefahrt waren etwa 9 Liter im Tank. Links oben der Tank, davor der Wassersack, unten die Leitung zum Vergaser. Gibt es Lösungsvorschläge? Anbei ein Foto der Kraftstoffversorgung. Viele Grüße Micha
Ich lese Vergaser Solex: 35 MOHR Wenn in dem großen Tank(Annahme von mir) wenig Benzin ist kann es auf Steigungen dazu kommen dass der Benzinstand so niedrig ist dass kein Benzin in den Vergaser kommt. Hat das Fahrzeuge die Möglichkeit auf den Benzinhahn auf Reservestellung zu stellen? Wenn ja dann braucht die Normalstellung einen höheren Benzinstand damit das Röhrchen des Hahnes noch Benzin bekommt. Das Rohr für die Reservestellung ist kürzer bekommt daher auch bei tieferen Benzinpegel noch Benzin ist aber nicht ganz unten um zu verhindern dass Schmutz aus dem Tank in den Vergaser kommt. Gute Fahrt VD12
das Problem ist gelöst! Bei relativ wenig Benzin im Tank, es waren etwa 5 Liter, konnte es passieren, dass beim Hin- und Herschwappen des Benzins etwas Luft in die Leitung gekommen ist. Die Luftblase blieb dann in der U-Förmigen, starren Zuleitung zum Vergaser hängen. Jetzt habe ich diese Leitung durch einen schräg vom Wassersack zum Vergaser laufenden Gummischlauch ersetzt. (Kann jederzeit wieder rückgängig gemacht werden) Jetzt läuft der Motor einwandfrei!
Die Benzinleitung hatte ich auch verdächtigt aber nachdem sie auf einen tiefsten Punkt geht und von dort in gerader Linie nach oben steigt habe ich keine Falle für eine blockierende Luftblase gesehen. Wenn in der aufsteigenden Leitung ein Bogen nach oben geht und die Leitung dann unter dieses Niveau fällt können sich Luftblasen bilden und blockieren. Vd 12w
> Die Verstellung mit einem Hebel für "warm" und "kalt" am Auspuffkrümmer eines Mercedes LKW von 1928 ist ein typisches Vorwärmsystem für das Ansaugsystem des Motors. Dieses System wurde verwendet, um den Vergasermotor bei kaltem Wetter besser starten und laufen zu lassen.
Funktionsweise: Der Hebel regelt eine Klappe oder eine Umleitung, die heiße Abgase vom Auspuffkrümmer nutzen kann, um das Ansaugluftgemisch zu erwärmen.
Stellung "warm": Die Ansaugluft wird am heißen Auspuffkrümmer vorbeigeleitet oder durch einen Kanal geführt, der die Luft vorwärmt. Dadurch verdampft das Benzin im Vergaser besser, was besonders beim Kaltstart oder bei kaltem Wetter wichtig ist. Der Motor läuft dann ruhiger und startet leichter.
Stellung "kalt": Die Ansaugluft wird direkt und kühl angesaugt, was bei betriebswarmem Motor und warmem Wetter effizienter ist (kühlere Luft = höhere Dichte = mehr Leistung).
Warum war das damals nötig? Bei alten Vergasermotoren (wie sie 1928 üblich waren) war die Gemischaufbereitung nicht so präzise wie bei modernen Einspritzsystemen. Außerdem konnte sich bei kalter Ansaugluft Kondenswasser oder unverdampftes Benzin im Ansaugtrakt niederschlagen – das führte zu schlechtem Laufverhalten, schlechter Verbrennung und Startproblemen.
Fazit: Der Hebel am Auspuffkrümmer bei dem Mercedes LKW von 1928 diente der Regelung der Ansauglufttemperatur, um den Motorbetrieb an verschiedene Temperaturbedingungen anzupassen – ein manuelles Vorwärmsystem für die Ansaugluft. <
so hätte ich es grundsätzlich auch erklärt, nur nicht so schnell.......
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